Juni 2016:

Zum Glück hat sich ein Versicherer gefunden, der für vorerst 2 weitere Jahre eine Haftpflichtversicherung für Hebammen anbietet. Allerdings zu erneut steigenden Preisen! Eine langfristige Lösung steht weiterhin in den Sternen…

Die aktuelle Kampagne des Hebammenverbandes zur Situation der Hebammen, sowie weitere Informationen:

www.unsere-hebammen.de

Und auch die Familien haben sich in Vereinen und vielen Social-Media-Gruppen (Twitter, Facebook) organisiert, um etwas gegen die immer schlechter werdende Versorgung rund um Schwangerschaft, Geburt und 1. Lebensjahr zu tun:

www.mother-hood.de

 

Mai 2015:

Und nicht vergessen, es steht weiterhin nicht gut um die Hebammenbetreuung in der Zukunft:

Alle nach dem 15.08.2015 gezeugten Kinder müssen ohne Hebammenhilfe auf der Welt ankommen!

Nach dem Ausstieg der Nürnberger-Versicherung aus dem Versicherungskonsortium des Hebammenverbandes wird es nach heutigem Stand ab 1.7.2016 KEINE (zur Berufsausübung zwingend notwendige) Haftpflichtversicherung für Hebammen mehr geben.

Das bedeutet, dass es ab dann keine Hebammenbetreuung ausserhalb der Klinik mehr gibt. Dies betrifft nicht nur die Geburtshilfe, sondern vor allem auch alle in unserer Praxis angebotenen Leistungen, wie z.B.

  • Schwangerenvorsorge (40 Wochen, je Termin ca. 1 Stunde)
  • Hilfe bei Beschwerden, Beratungen (unbegrenzt, Dauer nach Bedarf)
  • Geburtsvorbereitung (über 7 Wochen oder am Wochenende)
  • Beleggeburt und Rufbereitschaft (Rufbereitschaft ab 37.SSW, 1:1 Geburtsbetreuung zuerst zu Hause, dann in der Klinik)
  • Wochenbettbetreuung zu Hause (max. 26 Termine in den ersten 8 Wochen direkt nach der Geburt + weitere Beratungen im 1. Lebensjahr)
  • Rückbildungsgymnastik (ab 6 Wochen nach der Geburt, 7 Wochen Dauer)
  • individuelle Angebote wie z.B. Massagen, Akupunktur, Hypnose

Wenn all dies wegfällt, bleiben Ihnen nur diese Möglichkeiten:

  • Schwangerenvorsorge beim Arzt (40 Wochen, je Termin ca. 20 Min)
  • Geburtsbetreuung in der Klinik (Hebammen im Schichtsystem, keine 1:1-Betreuung)
  • Notfallversorgung bei Kinder- und Frauenarzt in den ersten Wochen

Sie haben als gesetzlich Versicherte gegenüber Ihrer Krankenkasse einen Anspruch auf die o.g.Versorgung mit Hebammenhilfe. Die große Koalition hat folgende Formulierung in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen:

„Die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit Geburtshilfe ist uns wichtig. Wir werden daher die Situation der Geburtshilfe und der Hebammen im Speziellen beobachten […].“

Deshalb solten Sie als (werdende) Eltern, Versicherte und WählerInnen Ihr Recht einfordern!

Bei Ärger über diese Situation, bitten wir Sie, sich an das zuständige Gesundheitsministerium (Herr Hermann Gröhe) der Bundesregierung zu wenden! (Kontakt: Hermann Gröhe)

Wir hoffen, Sie auch nach dem 1.7.2016 noch begleiten zu können!

Ihr Praxis-Team